Geführte Mountain Bike Touren

Geführte Mountain Bike Touren

Entdecke Kagera mit dem Mountain Bike

Die sehr abgelegene und ländliche Region Kagera durchzieht abseits der Überlandstraßen ein Netz von Trampelpfaden. Die Wege führen durch die Trockensavanne vorbei an Dörfern, wo die Menschen nach traditionellen Methoden vor allem Bananen, Mais, Bohnen, Maniok, Süßkartoffel und Sorghum anbauen.

Wir haben eine Reihe von einfachen aber auch anspruchsvolleren Touren dokumentiert, die einen außerordentlichen Einblick in die natürliche wie auch sozio-ökonomische Umwelt aus nächster Nähe ermöglichen. Einige der Touren können in Bukoba gestartet werden, andere beginnen im Hinterland.

Einige der Touren

Streckenverlauf

Bukoba (Start) – Kyetema – Katerero – Rwamishenye – Bukoba (Ende)

Beschreibung

Die Tour startet in Bukoba und führt einen direkt am Start den Berg hinauf, weg von der Stadt. Hier kann man den ersten fantastischen Ausblick auf Bukoba genießen! Nach einer Weile findet man sich dann auf der geteerten Bundesstraße wieder, auf der nun die erste Hälfte der Strecke zurückgelegt wird. Vorwiegend bergab fährt man durch kleine Dörfer, vorbei an Kiefernwäldern hinab in die Gras- und Sumpflandschaft.

In Kyetema angekommen muss nun ein Anstieg nach Katerero überwunden werden, bevor man mit Ausblick auf’s Tal die Halbzeitpause genießen kann. Wenn man Glück hat kann man hier die Affen beobachten, wie sie sich durch die Bäume im Tal schwingen!

View on the valley below the route

Weiter geht’s auf Feldweg stetig hinab in’s Tal, wo die Wildnis langsam in Teeplantagen übergeht. Nun muss man den längsten und letzten großen Anstieg überwinden, der einen zurück nach Bukoba bringt. Immer entlang der Teepflanzen fährt man langsam bergauf in Richtung der Mobilfunkmasten, die schon aus der Ferne gut zu erkennen sind.

Oben angekommen heißt es erstmal durchatmen. Im Anschluss geht es in die einzige technisch anspruchsvolle Sektion des Tages, die aber auch problemlos umfahren werden kann, und einen langsam in Richtung des Ziels bringt. Nach einer entspannten Abfahrt in Richtung Rwamishenye kommt man wieder auf der geteerten Straße an und ist, nach einem kurzen Ausflug in den geschäftigen Straßenverkehr Bukobas, am Ziel angekommen.

Schwierigkeit

Die Tour ist mit 41 Kilometern und 660 Höhenmetern konditionell etwas anspruchsvoll, aber mit genügend Zeit entspannt machbar. Die erste Hälfte der Strecke ist geteert, weswegen man Kilometer hier deutlich schneller als gewohnt zurücklegen kann. Technisch ist die Tour einfach, weil nur auf Feldwegen oder Straße gefahren wird. Die einzige technisch anspruchsvolle Passage kann umfahren werden.

Highlights

  • Blick auf Bukoba am Start der Tour
  • Gras- und Sumpflandschaften
  • Relativ einsame Tour mit wenig Dörfern
  • Blick auf Bukoba am Ende der Tour

Die Tour auf Komoot

Eine kleine, aber feine Tour entlang der Küste im Süden Bukobas mit einsamem Fischerdorf und Ausblick auf Stadt und See

Streckenverlauf

Bukoba (Start) – Tanganyika Coffee Factory – Strand in der Nähe von Rubare Forest – Klippen mit Ausblick auf Bukoba – Bukoba (Ende)

Beschreibung

Diese Tour startet in Bukoba und führt vorbei an der Tanganyika Coffee Factory, wo der in Tanzania sehr verbreitete Tanica Instant Coffee produziert wird. Entlang der Küste geht es durch den Wald vorbei an kleinen Häusern und Siedlungen in Richtung Strand. Im Anschluss wird man von einem langen Anstieg durch den Rubare Forest erwartet.

Oben angekommen kann man Rast an den Klippen von Bukoba machen und einen Ausblick auf Stadt und See genießen. Den Klippen folgend geht es dann weiter zurück in Richtung Stadt, wo man nach einer Abfahrt über Wiesen, Steinplatten und Bananenplantagen das Ziel Bukoba erreicht.

Schwierigkeit

Die Tour ist mit 14 Kilometern und 120 Höhenmetern relativ kurz und kann gut an einem Vor- oder Nachmittag gefahren werden. Einzelne Passagen sind technisch anspruchsvoll, können aber geschoben werden. Konditionell hat die Tour nur eine Sektion, bei der ein längerer steiler Anstieg überwunden werden muss.

Highlights

  • Fahrt entlang der Küste
  • Fischerdorf am Sandstrand
  • Ausblick auf Victoriasee und Bukoba
  • Abfahrt zurück zur Tanganyika Coffee Factory

Die Tour auf Komoot

Entlang der Küste Bukobas geht es vorbei an Bananenplantagen, endlosen Sandstränden und Mini-Savanne zur Mugesa Mseto Schule und anschließend zurück in die Stadt

Streckenverlauf

Bukoba (Start) – Bukoba Beach – Airport –  Along the coast – Beach – Mugesa Mseto Schule – Bukoba (Ende)

Beschreibung

Diese Tour beginnt im Zentrum von Bukoba am Büro von Jambo for Development. Schnell verlässt man das Zentrum und nähert sich dem belebten Stadtstrand, an dem man Fußball spielende Kinder, Familien, Sportler und die Ruinen einer alten deutschen Abhöranlage entdecken kann. Direkt am Wasser geht’s dann vorbei am Rollfeld des Flughafens von Bukoba und schon bald kann man den Geruch der vielen kleinen Fische (Dagaa) wahrnehmen, die hier frisch gefangen zum Verkauf angeboten werden.

Weiter geht’s jetzt direkt an der einsamen Küstenlinie, bis man nach einiger Zeit wieder ein kleines Fischerdorf erreicht. Nach einem kurzen, aber knackigen Anstieg hat man nun einen genialen Ausblick auf das hinter einem liegende Bukoba. Auf einer Rough Road macht man sich dann zwischen Bananenstauden auf den Weg in Richtung Strand. Bald erreicht man den Strand mit einem scheinbar in der Zeit stehengebliebenen Fischerdörfchen. Ein bisschen weiter kann man außerdem endlose Graslandschaften in Richtung „Hinterland“ bewundern.

Nach einer ausgedehnten Pause am Strand geht es dann wieder ein Stück auf der gleichen Strecke zurück, bis man bald zwischen Häusern und Bäumen in die Wildnis eintaucht. Auf einer etwas anstrengenden Passage bergauf müssen die Räder nun für eine Weile geschoben werden. Oben angekommen wird man dafür mit Ausblick auf Victoriasee belohnt! Durch Graslandschaften macht man sich nun auf den Weg zurück zu einer breiteren Straße, die direkt zur Mugesa Mseto Schule führt. An dieser integrativen Schule für Kinder mit und ohne Behinderung kann man unter anderem die von Jambo Bukoba gebauten Toiletten besichtigen.

Die Tour endet mit einem Abstieg von der Mugesa Mseto Schule zurück in die Stadt, der zwar etwas Geschick erfordert, einen dafür aber auch mit Panoramablick in die Stadt zurückführt. In der Stadt angekommen muss man nun noch ein zweites Mal am Flughafen vorbei, um wieder am Jambo for Development Büro anzukommen.

Schwierigkeit

Mit 24 Kilometern und 230 Höhenmetern ist diese Tour konditionell nur wenig anspruchsvoll, auch wenn einige Anstiege steil sind und etwas Kraft in den Beinen erfordern. Diese Anstiege können aber auch problemlos geschoben werden.

Technisch beinhaltet diese Tour zwei schwierige Sektionen. Vom Strand aus kommend muss ein Anstieg durch den Wald bewältigt werden, bei dem das Fahrrad stellenweise auch steile Ansteige hinauf geschoben werden muss. Diese Sektion kann nicht umfahren werden ohne die gesamte Tour anzupassen. Die zweite schwierige Stelle ist die Abfahrt von der Mugesa Mseto Schule in Richtung Zentrum. Hier sind im oberen Teil einige Stellen mit Steinen verblockt, bei denen man vom Rad absteigen und schieben muss. Diese Stelle kann auch umfahren werden und man kann stattdessen von der Schule auf der Straße (Sokoine Road) nach Bukoba zurückfahren.

Highlights

  • Entlang der Küste in Bukoba
  • Strand und Graslandschaften nördlich von Bukoba
  • Ausblick und Graslandschaften auf dem Weg zur Sokoine Road
  • Mugesa Mseto Schule
  • Abfahrt nach Bukoba

Varianten

  • Die Abfahrt von Mugesa Mseto nach Bukoba kann auf der Sokoine Road umfahren werden

Die Tour auf Komoot

Vom Bugonzi Wasserfall geht es Richtung Viktoriasee, wo man vorbei an großartigen Ausblicken, endlosen Sandstränden und durch den Wald bis in’s Zentrum von Bukoba fährt

Streckenverlauf

Kamachumu (Start) – Bugonzi Wasserfall Oberkante – Ruhanga – Muhutwe – Mayondwe – Kanazi – Kabuhara Beach –  Byeya Grundschule – Kyamunene Wasserfall – Rubale Forest – Bukoba (Ende)

Beschreibung

Die Tour startet am frühen Morgen im Zentrum von Kamachumu. Entspannt geht es bergab vorbei am Ndolage Krankenhaus zur Oberkante des Bugonzi Wasserfalls. Besonders Mutige können sich direkt an die Kante setzen, alle anderen können den weiten Blick ins Tal und auf Teeplantagen aus sicherer Entfernung genießen!

An der Kante entlang geht es auf Singletrail weiter, bis man in einen technischen Abstieg Richtung Tal einsteigt. Stellenweise muss das Fahrrad hier geschoben werden. Im Tal angekommen geht es durch unzählige Bananenstauden in Richtung der großen Straße. Dieser Straße folgt man dann durch die Sumpflandschaft hinauf zu der kleinen Ortschaft Ruhanga.

Nach einem kleinen Stück auf der Bundesstraße biegt man wieder auf „Rough Road“ ab und legt einen Anstieg in das Dorf Mayondwe zurück, wo man an der höchsten Stelle von vielen Kindern an einer Schule mit freudigen „Wazungu“ (weißer / europäer) Rufen begrüßt wird.

Weiter der Straße folgend kann man bald zum ersten mal die Buchten des Viktoriasees erspähen. Erneut wird die Bundesstraße gequert, und ein langer Anstieg durch Wald und Wiesen nach Kanazi liegt vor einem. Oben angekommen kann man wieder den großartigen Ausblick genießen, bevor man sich bei einer langen Abfahrt entspannt.

In der Ebene werden nun wieder Wetlands durchquert. Nach einem weiteren Anstieg nach Ntoma wird man von einer langen Abfahrt zum Kabuhara Beach erwartet. Je nach technischen Fähigkeiten und Mut kann hier über einen Trail abgekürzt werden, der einen auf direkterem Weg zum Strand bringt. Für MTB Enthusiasten auf jeden Fall eine Empfehlung!

Am Strand angekommen heißt es erstmal Entspannung. Mehr als zwei Drittel der Tour sind geschafft und man kann sich im lokalen Imbiss ausruhen und versorgen lassen.

Nach Entspannung am Strand geht’s weiter vorbei an der Byeya Grundschule, an der ein Jambo Bukoba Projekt besichtigt werden kann. Auf der Rough Road geht’s weiter in Richtung Bukoba. Nun kann entweder der direkte Weg auf der Straße gewählt werden, oder wenn noch viel Energie vorhanden ist noch ein Abstecher entlang der Klippen hinab zur Tanica Coffee Factory gemacht werden, der mit einem technischen Trail ins Zentrum von Bukoba endet.

Schwierigkeit

Diese Tagestour ist 69,2 Kilometern und 1020 Höhenmetern konditionell sehr anspruchsvoll und setzt eine gute Fitness voraus. Besonders der häufige Wechsel zwischen Abfahrten und teilweise steilen Anstiegen kann sehr anstrengend sein und manche Berge müssen ggf. geschoben werden.

Technisch beinhaltet die Tour nur eine schwierige Sektion am Beginn des Tages, bei der durch Geröll vom Wasserfall zum Tal abgefahren wird. Für Interessierte gibt es außerdem einen technischen Downhill-Trail zum Kabuhara Beach, der aber problemlos auf der Straße umfahren werden kann.

Einige wenige Stellen an der Klippe am Ende des Tages erfordern Schwindelfreiheit und gute Fahrtechnik, können aber umfahren werden.

Highlights

  • Trail an der Oberkante des Wasserfalls mit Blick auf das Tal
  • Durchquerung der Sumpflandschaften
  • Kabuhara Beach mit endlosem Sandstrand
  • Kyamunene Wasserfall

Varianten

  • Kein Aufstieg nach Kanazi, stattdessen entlang der Bundesstraße (-200 Hm)
  • Kein Abstieg zum Kabuhara Beach (-10km, -150Hm). Großes Highlight fällt weg!
  • Ende der Tour entweder auf Straße nach Bukoba (technisch einfach) oder entlang der Klippen (stellenweise technisch anspruchsvoll, aber großartige Aussicht)

Organisatorisches

  • Eine Übernachtung am Vortag in Kamachumu ist empfehlenswert, damit man am nächsten Tag früh und entspannt in die Tour starten kann
  • Ein gutes Hotel (Kamachumu Inn) kann man direkt im Zentrum finden

Die Tour auf Komoot

Entlang der unbesiedelten Sumpflandschaften geht es auf dieser Tour über Berge und Täler vorbei an Höhlenmalereien, Pilgerstätten und Jambo Bukoba Wassertanks.

Streckenverlauf

Katoma (Start) – Kashambya – Höhlenmalereien Mugana – Mugana B Primary School – Sumpflandschaft – Landstraße B8 unterhalb Kashaka (Ende)

Beschreibung

Diese Tour startet in der Ortschaft Katoma. Gemütlich geht es die ersten Kilometer auf einer geteerten Straße zwischen Hütten und Bananenstauden bergab. Bald geht die Teerstraße in eine „Rough Road“ aus dem so charakteristischem roten Untergrund über. Nach ein wenig auf und ab erreicht man eine Kreuzung in Kashambya. Von hier folgt eine Abfahrt mit ersten Ausblick auf den Sumpf, der dann auch gleich auf einer breiten Straße durchquert wird. Am Rande der nächsten Ortschaft findet man ein verlassenes Haus, von dem aus man zu Fuß nach ein paar Minuten kleine Höhlen mit alten Höhlenmalereien entdecken kann.

Wieder zurück bei den Rädern kann die Tour weitergehen. Bald erreicht man die Mugana B Grundschule, an der ein Jambo Bukoba Wassertank besichtigt werden kann. Nur wenige Minuten von der Schule entfernt befindet sich außerdem das Mugana Parish und die nahegelegene Pilgerstätte Nyakijoga, an der ein Schrein zu Ehren der Jungfrau Maria errichtet wurde.

Weiter geht’s durch Hügellandschaften zur letzten „Sumpfquerung“. Schmale Stege führen mitten durch das Schilf und an einigen Stellen muss das Fahrrad geschoben werden. In dieser wilden Vegetation lässt sich auch gut erahnen, warum die Durchquerung nur an einigen wenigen Stellen möglich ist.

Nach dem Sumpf und den letzten beiden Anstiegen erfolgt eine gemütliche Abfahrt ins Tal zur Bundesstraße B8, wo die Tour endet.

Schwierigkeit

Die Tour ist mit 38 Kilometern und 510 Höhenmetern eine durchschnittliche Mountainbike-Tour, die mit normaler Ausdauer gut machbar ist. In kurzen Stücken durch den Sumpf müssen schmale Holzstege überquert werden, die man entweder mit viel Balance überfahren kann oder übertragen werden müssen.

Highlights

Varianten

  • Die Tour kann in Bukoba gestartet werden (+10km, +200 Hm)
  • Die Tour kann in Bukoba beendet werden (+10km)
  • Die Tour kann in Kashambya gestartet werden (-6km)

Organisatorisches

  • Anfahrt von Bukoba mit dem Auto notwendig
  • Abholung mit Auto ggf. notwendig
  • Die Strecke ist in der Regenzeit eventuell stellenweise nur schwierig befahrbar und sollte vorher geprüft werden!

Die Tour auf Komoot

Du bist an der Reise interessiert und hast konkrete Fragen?

Gerne kannst du dich an Franz Pöllinger wenden: franz.poellinger@jambobukoba.com

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