Dank der Überzeugungskraft der Engelszunge Andis, meines Kollegen am Gisela Gymnasium, bin ich, seit ich wieder in Deutschland arbeite, auch Mitglied bei Jambo Bukoba. Wobei, ein Verein wie Jambo Bukoba überzeugt natürlich schon aus sich heraus, ganz klar.

Und da man sich als Lehrer ja ständig überlegen muss, wo man als nächstes in Urlaub hinfährt, fiel unsere Wahl dieses Jahr auf Tansania.

Anfangs wussten meine Frau und ich gar nicht, ob wir es überhaupt bis nach Bukoba schaffen würden. Schließlich liegt das Städtchen etwas abseits der klassischen Sansibar/Safari-Route. Daher haben wir letztlich das JB-Team vor Ort regelrecht überfallen. Denn eines schönen Augusttages sind wir einfach in ihrem Büro aufgekreuzt.

Um es gleich zu sagen, es war der absolute Höhepunkt unserer Reise!

Wir waren ja schon glücklich, das Büro überhaupt gefunden zu haben. Dazu hatten wir eigentlich nur mit einem netten Gespräch gerechnet. Doch da haben wir mal wieder die afrikanische Gastfreundschaft unterschätzt. Nicht nur hat uns das Jambo Bukoba Team mit Imani, André und Teresa herzlich empfangen. Sie haben sich spontan Zeit genommen, uns uns alles zu erklären und zu zeigen. Sie haben sofort zudem einen Termin für den nächsten Tag mit einer der Schulen ausgemacht, die in JB-Projekte eingebunden sind, um mit uns dort hinzufahren.

Zu Besuch in einer Jambo Bukoba Schule

Auch in der Schule wurden wir unglaublich herzlich empfangen. Die Direktorin und ihre Kolleginnen und Kollegen haben uns alles gezeigt und erklärt. Die Kinder waren ganz begeistert von unserem Besuch. Haben für uns gesungen, Fragen beantwortet und gestellt (wobei sie sich natürlich mehr für meine Frau interessiert haben, aber das bin ich gewöhnt). Auffällig war mit welchem Selbstbewusstsein gerade die Mädchen aufgetreten sind. Ein weiterer Beleg für den Erfolg der Arbeit von Jambo Bukoba! Leider ist das in vielen afrikanischen Ländern nicht selbstverständlich.

Wir konnten vor Ort einen guten Einblick gewinnen, wie wichtig und auch erfolgreich die Arbeit von Jambo Bukoba ist. An dieser Schule haben uns die Kinder stolz von ihrer Teilnahme an den JB-Spielen berichtet, wir haben renovierte Klassenzimmer gesehen und die Fortschritte, die bezüglich der sanitären Anlagen gemacht wurden. Da Wasser und Hygiene Grundvoraussetzungen für die Gesundheit der Kinder sind, darf man die Bedeutung davon, auch von der Erziehung, wie man beispielsweise richtig Hände wäscht, nicht unterschätzen. Dennoch gibt es in Tansania nach wie vor sehr viele Schulen, die überhaupt kein Wasser, geschwiege denn ein Sanitärsystem, haben – es gibt also noch viel zu tun!

Interessant ist auch, dass das bei uns als „Bruder Jakob“ bekannte Kinderlied ebenso in Tansania gesungen wird, natürlich auf Suaheli. Ich habe es dann mit der deutschen Variante versucht, um mich zu revanchieren. Die Kinder haben zum Glück nur höflich gelacht und nicht fluchtartig den Raum verlassen.

Ausklang in Bukoba

Wir hatten dann noch einen schönen Tag in Bukoba, was übrigens einer der hübschesten Orte des Landes ist. Die JB-Crew hat uns zum Mittagessen zu echten „Mamas“ mitgenommen, die einen herrlichen Fischeintopf zubereitet haben (mir wurde die Ehre zuteil, den Kopf zu essen, eine Delikatesse!). Abends waren wir noch bei ihnen im „Jambo Bukoba House“ zum Pizzaessen eingeladen. Voll schöner Erinnerungen und etwas traurig, so nette Menschen so schnell wieder zurücklassen zu müssen, sind wir dann am nächsten Morgen per Bus (19 Stunden Buckelpiste, ein Platten) nach Arusha weitergefahren. Da gab’s dann noch Safari mit Elefanten, Löwen usw., wie das halt so ist in Afrika. Nicht schlecht, aber kein Vergleich zum Besuch bei Jambo Bukoba!

Asante sana liebes JB-Team und hoffentlich sehen wir uns bald mal wieder!

Lois & Catherine

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