Bildungssituation in Tansania

Bildung in Tansania

Gerade kam ein Schwerpunkt-Newsletter der Mission EineWelt heraus, der leider ein düsteres Bild zeichnet: Selbst die Ministerin für Bildung und Wissenschaft stimmt der Aussage zu, dass das Bildungsniveau der Schülerinnen in den letzten Jahren gefallen sei.

Sie führt dies unter anderem darauf zurück, dass mit der Einführung der kostenlosen Schulbildung die Zahl der Schüler eklatant gestiegen ist, ohne dass entsprechende Ressourcen, Geld, ausgebildete Lehrer, Klassenzimmer, Bänke, Schulbücher, sanitäre Anlagen, Wasser etc. vorhanden wären. Die Lehrer sind selbst zum großen Teil schlecht ausgebildet – nur jeder fünfte beherrsche seinen Lehrstoff – und weil sie nicht regelmäßig und schlecht bezahlt werden, sind durchschnittlich 37% der Lehrer zwar in der Schule, aber nicht in ihren Klassen.

Klassenzimmer

Man könnte jetzt versucht sein zu denken, das Ganze sei ein Fass ohne Boden. Umso erfreulicher und hoffnungsfroher stimmt es uns, dass alle Aktivitäten, die wir gemeinsam mit den Menschen in der Region Kagera durchführen, von den Eltern, den Gemeinden und den Verantwortlichen aus den Distrikten nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten und finanziell mitgetragen werden. 8.800 Euro haben die Gemeinden vor Ort zu unseren Schulbauprojekten beigetragen! Ein unglaublicher Kraftakt, der zeigt, wie die Menschen hinter unserer Arbeit stehen. 39 Schulbauprojekte haben wir bis heute gemeinsam realisiert. 717 Schulen haben bis Ende 2016 ihre Lehrerinnen zu unseren Workshops geschickt. In der Theorie können wir damit 482.000 Grundschulkinder erreichen. Sehr viel Augenmerk richten wir auch dieses Jahr auf das Thema Monitoring und Evaluation – also Qualitätsmessung und Optimierung.

Unsere Schwerpunkte dieses Jahr sind:
1.) Weiterentwicklung unserer Programme und der Teams (mehr Eigenständigkeit, Expertise und Ressourcen vor Ort)
2.) Wasser, Sanitär und Hygiene (WASH)
3.) Erdbebenhilfe für Kinder der zehn am meisten betroffenen Schulen
4.) Jambo Bukoba-Campus
5.) eine mögliche Expansion in eine neue Region

Das sehr intensive Jahr 2016 konnten wir mit eurer Hilfe sehr vielversprechend abschließen. Im Schnitt sind unsere Projekte heute bereits zu 40% finanziert.

Die größte Lücke haben wir bei unserem geplanten Erdbebenhilfsprogramm für die zehn am meisten betroffenen Schulen in Höhe von 27.000 €.

Und wenn wir noch ein paar Unternehmen als starke Unterstützer für die in Deutschland anfallenden Aufwendungen gewinnen könnten – das wäre klasse!

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