Sechs Monate nach dem Start des Projekts „Kinder durch Sport stark machen“ hat der Gründer des Vereins Jambo Bukoba e.V., Clemens Mulokozi , eine Zwischenbilanz gezogen: „Wir haben bis jetzt 70 Lehrer aus 66 Schulen in Lehrer-Workshops ausgebildet. Mehr als 30 000 Buben und Mädchen werden künftig vom Ausbildungsprogramm „Lifeskills through Games“ profitieren“.
Das Konzept hat der Sportwissenschaftler Sebastian Rockenfeller im Auftrag des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) für Jambo Bukoba entwickelt. „Wir wollen mit unserem Konzept erreichen, dass Kinder Gefahren wie HIV/AIDS erkennen und ein Bewusstsein in Bezug auf Chancengleichheit für Mädchen entwickeln“, sagte der Sportwissenschaftler Sebastian Rockenfeller, als er wieder 18 tansanischen Lehrern und Lehrerinnen in Museba, einer Stadt in der Region Kagera, zur bestandenen Prüfung gratulierte.
Gracie Wamara (32), Lehrerin an der Tunaini Grundschule, Mutter zweier Kinder und selbst begeisterte Sportlerin meint: „Der Lifeskills through Games-Workshop hat mir überaus gut gefallen. Besonders wichtig für mich waren die Spiele, die sich mit der Verhinderung von AIDS befassen.“ Damit sie nichts vergisst, hat Gracie Wamara alles fein säuberlich in ein kleines Notizbuch geschrieben und alle Spiele aufgezeichnet.
Sebastian Rockenfeller macht jetzt erstmal eine Pause. Schon im November wird er wieder nach Bukoba kommen, um weitere Workshops mit seinem tansanischen Partner durchzuführen. Während dessen wird die Diplomandin der Deutschen Sporthochschule Köln, Kathrin Barth, vor allem im Rahmen ihrer Diplomarbeit die wissenschaftliche Bewertung der bisherigen Projektarbeit vornehmen. Dabei will sie für Jambo Bukoba herausfinden, wie die Lehrer das Konzept verinnerlichen und wie es von ihnen an den Schulen umgesetzt wird.

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